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Dienstag, 27. Oktober 2015

Von Stühlen, Jacken und der Verwertung von Stofffehlkäufen...

Mit diesem Foto und dem Hinweis, dass sich in diesem Bild neben der Hose noch zwei weitere Neuigkeiten befinden, habe ich den letzten Post beendet. Heute will ich das Rätsel auflösen.


Neuigkeit Nr. 1 ist nicht schwer zu entdecken: Eine Jacke nach dem bewährten Schnittmuster Bandito. Gefüttert habe ich die Jacke... 


mit diesem Fehlkauf vom Stoffmarkt:


Nach dem Waschen des Softshellcoupons (welcher für eine Outdoorhose für den Abenteuerspielplatz gedacht war) hatte ich plötzlich diese zwei Stoffstücke in der Hand. Mit dem dünnen Fleece habe ich daraufhin die Jacke gefüttert. Der wasserundurchlässige Teil des Softshellcoupons wartet noch auf seine Bestimmung.
Da ich vom "cool Baboon - Stoff" viel zu viel gekauft habe, gab es gleich noch eine zweite Jacke. Diese ist allerdings nur mit dünnem Jersey gefüttert. Reißverschluss und Bündchen in orange hat sich übrigens mein Sohn selber ausgesucht.


Bei der Neuigkeit Nummer 2 wird es schon ein wenig schwieriger. Unsere Stühle sind nach über 15 Jahren Gebrauch in die Jahre gekommen. An einigen Stellen schaute sogar schon der Schaumstoff heraus. Ich fand die Stühle, die mein Mann mit in die Ehe gebracht hat, nie wirklich schön, aber es sind die bequemsten Stühle der Welt....;-)
Ich hätte sie gerne zum Polsterer oder Raumausstatter gegeben, aber mein Mann war der Meinung, ich würde das schon hinbekommen. 

vorher                                                                                  nachher

Er hatte recht, obwohl das Nähen und Tackern eine echte Herausforderung für mich war. Für insgesamt 50 Euro haben wir jetzt wieder 4 vorzeigbare Stühle am Esstisch stehen.
Aus dem allerletzten Rest vom Pavian-Sweat habe ich noch eine Frida in Gr. 62 genäht. Diese Hose sucht allerdings noch einen Besitzer...


...aber der wird sich irgendwie auch noch finden.









Dienstag, 20. Oktober 2015

Charles L. aus der ottobre 4/2014

Im Herbst letzten Jahres habe ich mir meine erste Ottobre gekauft. Für meinen Sohn wollte ich daraus die Jacke "French Drops" nähen. Nach genauerem Durchlesen der Nähanleitung habe ich allerdings Muffensausen bekommen und habe es doch sein lassen. Daraufhin habe ich mich für das Kleid "China Girl" entschieden. Meine Tochter hat sich jedoch dagegen gesträubt, es anzuziehen. Es hängt seit einem Jahr unangetastet in ihrem Kleiderschrank und dürfte mittlerweile viel zu klein sein. Die Hose "Willy W." hat mir auch sehr gut gefallen, war aber für meinen Sohn noch viel zu groß. Deshalb ist das Heft erst einmal für lange Zeit im Regal verschwunden.
Vor vier Wochen ist mir beim erneuten Durchblättern der Zeitschrift aufgefallen, dass die Hose "Willy W." ja auch in Kleinausgabe enthalten ist. Auf dem Stoffmarkt hatte ich dunkelblauen Köperstoff gekauft, der nach der ersten Wäsche ganz komisch seine Farbe verloren hatte und aussah wie ein Seesack. Diesen Stofffehlkauf habe ich für eine Probeversion des Hosenschnittes "Charles L." verwendet. Da mein Sohn sehr schlank ist, habe ich die Größe 122 genäht, aber auf die Länge 128 verlängert.


Trotz mehrmaligen Durchlesens der Hosenschlitzanleitung habe ich nur "Bahnhof" verstanden. Den Rest der Hose habe ich deshalb in Eigenregie weitergenäht. Was soll ich sagen, die Hose saß perfekt. Auch der komisch ausgewaschene Stoff sieht irgendwie edel aus.


Das Oberteil ist übrigens das noch nicht am Kind gezeigte "Bandito-Jäckchen" aus dem letzten Post.


Da das Probemodell so gut saß, habe ich daraufhin den tollen, von innen gefütterten Jeanscoupon vom vorletzten Stoffmarkt angeschnitten. Um die Hose etwas aufzupeppen, habe ich die Nähte mit 30er Garn abgesteppt. Das hat mich ungeheure Nerven gekostet, andauernd hatte ich einen Fadensalat auf der Jeansunterseite. Erst nachdem ich die Fadenspannung auf den größten Wert eingestellt hatte, ging es besser.
Mit langem Pulli sieht die Hose klasse aus.


Erst nachdem mein Sohn die Hose mit kurzem Pulli anhatte ist mir aufgefallen, dass die Hosentaschen ungünstig abstehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Hosenbund anders als in der Anleitung angenäht habe.



Trotz abstehender Hosentaschen finde ich den Hosenschnitt klasse und kann mir vorstellen, diesen Hosenschnitt erneut zu nähen. Wer jetzt mein letztes Bild genauer anschaut, kann noch weitere Neuigkeiten entdecken, die in den letzten 2 Wochen entstanden sind. Mehr dazu jedoch erst in den nächsten Posts.



verlinkt mit: Creadienstag, made4boys, Kiddikram

Dienstag, 6. Oktober 2015

Die erste Herbstkombi

Ich war fleißig und habe schon ganz viele Herbstteilchen genäht. Nur mit dem Fotografieren komme ich nicht hinterher. Heute zeige ich die erste Herbstkombi für meine Tochter, sie lässt sich im Gegensatz zu meinem Sohn nämlich noch gerne und freiwillig fotografieren. 





Meine Tochter füttert liebend gerne die Enten im See...


..dieses Mal hat sie sich jedoch dafür entschieden, das Brot selber zu essen.


Weiter geht es mit dem Laufrad...


...zum Spielplatz.


Die Hose habe ich aus Jeansstoff von Hilco genäht. Der Stoff ist etwas glänzend und wirkt dadurch ziemlich edel. Da ich im Nähwahn war, habe ich gleich den ganzen Stoff vernäht und zwei Hosen produziert. Der Schnitt ist wieder mein eigener.



Das Jäckchen ist nach dem Schnitt Bandito genäht. Da sich beim Nähen herausgestellt hat, dass der Sommersweat zu dünn für eine Jacke ist, habe ich sie von innen mit grünem Jersey gefüttert. 
Für meinen Sohn habe ich natürlich auch so eine coole Jacke genäht, nur hat der grüne Stoff nicht mehr gereicht, deshalb gab es für ihn eine graue Variante.



verlinkt mit: Creadienstag, Meitlisache, Kiddikram

Dienstag, 9. Juni 2015

Let´s farbenmix - Woche 4 - it´s not easy being green...

... oder von Fliegen, Fröschen und Störchen...oder... Stoffresteabbau... oder von Töchtern und Schuhen...
Beginnen möchte ich mit dem schönen Froschstoff, den ich auf dem Stoffmarkt entdeckt und meinem Sohn gekauft habe. Dieser fand ihn jedoch gar nicht toll, im Gegensatz zu meiner Tochter. Sie liebt Frösche und hat sich deshalb den Stoff gleich unter den Nagel gerissen. Verarbeitet habe ich ihn zu einer Banditojacke. 
Ich wollte schon immer mal eine Jacke nähen, bei der man den Reißverschluss nicht absteppen muss. Deshalb habe ich mir Nellis Wendejackentutorial vorgeknöpft und nach der Anleitung die Jacke genäht. Genial, der Reißverschluss hält auch ohne die seitlichen Nähte. Das tolle Tutorial hätte ich mir schon viel früher anschauen sollen (Danke Nelli.... ;-).


Gefüttert habe ich sie mit einem Fell-/Plüschstoff aus einer ehemaligen Schwangerschaftsjacke. Für die Ärmel habe ich Ringeljersey verwendet.


Nach dem Annähen der Kapuze habe ich festgestellt, dass der Kopf des Frosches genau auf dem Körper gelandet ist...welch ein toller Zufall!!! Leider kann ich von der Jacke keine Tragebilder zeigen, da es die letzten Tage für dir Jacke viel zu heiß und gestern zu nass war.


Wie schon berichtet, sind mir in der ersten "Let´s farbenmix" - Woche kleine Missgeschicke passiert und ich hatte zwei Paar Antoniaärmel übrig. Die wollte ich unbedingt noch verarbeiten. Da ich ja schon beim Thema Frosch war, habe ich einfach noch einmal meinen geliebten "Pech"-Frosch mit der Fliege appliziert, da das T-Shirt mit diesem Motiv nicht mehr passt.


Dieses Mal habe ich ganz genau kontrolliert, ob ich auch wirklich alle Kleinteile festgenäht habe. Bei der letzten Piratenapplikation stand doch nach der ersten Wäsche tatsächlich ein Pirat plötzlich nackig auf seinem Schiff und das applizierte Motorrad hatte einen defekten Reifen... ;-)




Das Motiv mit dem Storch wollte mein Sohn appliziert bekommen, aber mein dunkelblauer Jersey hat für ihn nicht mehr gereicht und dann war da ja noch das zweite übrig gebliebene Ärmelpaar. Mein Sohn muss sich also noch etwas gedulden, aber der nächste Stoffmarkt ist ja schon in ein paar Tagen.




Tja, wie sang schon damals Kermit der Frosch so schön? 


Jetzt habe ich die letzten Wochen einen wahren Applikationsmarathon hinter mich gebracht, um dann festzustellen, dass die vielen genähten Teile eigentlich viel zu schade für den Kindergarten sind. Darum gab es aus dem Rest des Froschstoffes noch eine Kurzarmantonia. Passend dazu ist noch eine ganz schlichte Blomma entstanden (die zugeschnittenen Stoffteile lagen noch vom letzten Sommer unvernäht im Schnittmusterbogen). Beim Bündchen hätte ich den Frosch gerne auf der anderen Seite platziert, dafür hatte ich jedoch nicht mehr genügend Stoff.


An der hinteren Hosentasche haben noch farblich passende Frosch- und Fliegenwebbandreste ihren Platz gefunden. 





Man achte auf die Schuhe, die sich meine Tochter für das Schwimmbad ausgesucht hat. Sie hat sofort nach den grünen gegriffen, die rosafarbenen wollte sie nicht.....Yeah!!!
Blomma ist ein klasse Schnittmuster, deshalb habe ich gleich noch eine ganz schlichte in dunkellila genäht (passend zu den Motorroller-Antonias aus der ersten Woche). Hier zu sehen in Kombination mit einer Zoe (gehört nicht zum sew along, da schon vor 4 Wochen genäht) und den Schuhen des Bruders.



Mit diesen Prachtstückle schaue ich mir jetzt an, was die anderen Damen beim "Sew along - Let`s farbenmix" Schönes gezaubert haben.






Dienstag, 31. März 2015

Outdoorhose aus dünnem Softshell

Wie in diesem Post angekündigt, habe ich mich im Netz auf die Suche nach einem dünnen Softshell für meinen Sohn gemacht. Fündig geworden bin ich in der Tschechischen Republik. Mein Mann war dagegen, dass ich dort bestelle, trotzdem habe ich es gewagt. Drei wunderbare, sehr dünne Sommersoftshellstoffe sind hier eingetrudelt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt... ;-)
Den grünen Stoff, den sich mein Sohn schon am Rechner ausgesucht hatte,wollten sich gleich meine Tochter und mein Mann unter den Nagel reißen. Pech gehabt! 
Das Nähen der Hose ging zügig von der Hand und mein Sohn war sogar willig, sich sofort in der neuen Hose fotografieren zu lassen. Wenn da nicht wieder der kleine Störfaktor "Schwester" gewesen wäre...
Immer wenn sie die Kamera sieht, hüpft sie mit ins Bild. Mittlerweile ist mir das egal, fotografiere ich eben beide.






Offensichtlich hatten beide einen großen Spaß beim Fotografieren. Nach längerem Warten hat sich dann doch die Gelegenheit ergeben, dass ich nur meinen Sohn vor der Linse hatte:



Für die Knie und Pobesätze habe ich wie bei der Buddelbüx meiner Tochter (hier schon mal gezeigt) Cordura Ripstop verwendet. Damit die Hosenbeine eine schönere Form bekommen, habe ich die Nahtzugabe der Beininnennaht nach hinten geklappt und bis zum Pobesatz knappkantig abgesteppt. 


Jetzt lege ich eine kleine Hosenpause ein. Demnächst geht es weiter mit Kleidern, anderen tollen Dingen, die man im Internet so kaufen kann und eventuell DIY-Desastern...