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Dienstag, 29. November 2016

Outfit für meinen Junior Ranger

Der Capitol Reef Nationalpark in den USA ist einer der weniger besuchten Parks. Die meisten Touristen durchqueren ihn nur schnell auf der Fahrt vom Bryce Canyon zum Arches Nationalpark. Dabei bietet dieser Park spektakuläre Gesteinsformationen. Schon bei meinem ersten Besuch im Jahr 2004 habe ich mich in diesen Nationalpark verliebt. Folgt man mit dem Auto dem Scenic Drive in Richtung Capitol George kommt man z.B. direkt an diesen steilen Felswänden vorbei.


Logisch, dass sich mein Mann und auch meine Kinder dort ein wenig austoben mussten.


Im Park gibt es Wanderwege in allen Längen und Schwierigkeitsstufen. Mit kleinen Kindern eignet sich zum Beispiel eine Wanderung zur Hickman Bridge, einem 38m hohen Felsbogen. 


Damit sich unsere Kinder etwas genauer mit der Natur beschäftigen, haben wir sie am Junior Ranger Programm teilnehmen lassen. Dieses Programm wird in jedem Nationalpark kostenlos angeboten. Meistens bekommt man ein Heft, in dem (je nach Altersklasse) verschiedene Aufgaben zu lösen sind. Im Capitol Reef NP mussten unsere Kinder zusätzlich an einem Ranger Talk zur Geologie des Parks teilnehmen.
Nach der Vereidigung zum Junior Ranger durch einen Park Ranger gab es zur Belohnung einen Aufnäher und eine Plakette. 


Nach unserem Urlaub habe ich lange gegrübelt, was ich mit den Aufnähern machen soll. Auf dem letzten Stoffmarkt hatte ich eine plötzliche Eingebung: Es sollte eine ganze Capitol Reef NP Kollektion für meine Tochter werden.
Aus Alpenfleece habe ich eine Jacke nach dem Schnitt "Cold Stopper"  aus der ottobre 4/2014 genäht und den Aufnäher darauf platziert.


Zum ersten Mal habe ich einen senfgelben Stoff vernäht. Ich hätte nie gedacht, dass mir diese Farbe doch so gut gefällt. Aber mir ist auf dem Stoffmarkt dieser tolle Feincordcoupon in die Hände gefallen, den ich einfach mitnehmen musste. Bis mir aufgefallen ist, dass ich zur geplanten Feincordhose gar kein farblich passendes Oberteil habe. So ist noch dieser Alpenfleece in meine Taschen gewandert. Aus dem Feincord ist eine Hose nach dem Schnittmuster "Moira" entstanden.


Auf dem (laut Internet kinderfreundlichen) Many Pools Trail im Zion Nationalpark haben wir Besuch bekommen. 


Dieses Dickhornschaf kam uns entgegen. Es war allerdings nicht allein...


... und auch nicht gerade friedlich. Durch lautes Aneinanderstoßen der Hörner haben sich die Dickhornschafe schon von Weitem bemerkbar gemacht und uns zu einem schnellen Rückzug veranlasst. Logisch, sie haben ihre Wasserlöcher verteidigt.


Zum Glück haben wir ganz schnell mit den Kindern den Trail verlassen. Hätten wir die Dickhornschafe noch länger aus sicherer Entfernung beobachtet, wäre uns diese ganze Herde mit Jungtieren auf den Wanderweg direkt entgegen gekommen.


Da im Capitol Reef NP auch viele dieser Tiere leben, ziert die Rückseite der Jacke eine Applikation dieser Dickhornschafe.


Ein typischer Vertreter der Vögel im Capitol Reef Nationalpark ist der Wanderfalke. Viele davon haben wir über unseren Köpfen ihre Runden drehen sehen. Solch ein Flugkünstler hat jetzt seinen Platz auf einem Geheimling aus Jersey gefunden.


Meine Tochter ist ganz stolz auf diesen Pulli. Im Kindergarten hat sie jedem erklärt, dass es sich bei der Applikation um einen Falken handelt und nicht um einen Adler.


Als ich nach dem Stoffmarkt meinem Mann die Ausbeute gezeigt habe, hat mein Mann zu dem gelben Stoff erstmal gar nichts gesagt. Da wusste ich gleich, der gefällt ihm gar nicht. Als er aber diesen fertigen Geheimling in die Hände bekommen hat, hat er doch gleich ein Shirt mit dieser Applikation für sich geordert. Auch ich bin verliebt in dieses Teil, die Arbeit hat sich gelohnt.


Jetzt hatte ich aber von dem 1m  Feincord noch etwas Stoff übrig, dieser hat aber für eine weitere Hose nicht gereicht. Da kam mir die Idee, aus den Stoffresten einen Täschling zu nähen, bei dem die Vorderbeine aus verschiedenen Stoffen zusammengestückelt sind. Mit Zirkel und Lineal habe ich die Vorderbeine in drei Teile eingeteilt und im Kniebereich statt Feincord einen festen, blauen Stoff eingesetzt. Für Gesäßtaschen war ebenfalls nicht mehr genügend vom Cordstoff vorhanden. Deshalb habe ich mal das kostenlose Tutorial vom Mottenfrosch ausprobiert und den Po mit dem blauen Stoff verstärkt. Diese Frühjahr-Räuber-Sicher- Popoverstärkung sieht echt cool aus.


Der Clou an dieser Hose ist jedoch, dass sie von innen perfekt gefüttert ist. Mit perfekt meine ich, dass absolut keine Naht zu sehen ist, weder innen noch außen. 
 

Das Beste an der gefütterten Hose ist jedoch, dass man dazu noch nicht mal eine Wendeöffnung per Hand schließen braucht. Heike von Allerleikind hat dazu ein kostenloses Tutorial geschrieben, ihr findet es hier. Auch die oben schon gezeigte Hose Moira habe ich nach dieser Methode mit Jersey gefüttert.



Meine Tochter hilft gerne bei der Gartenarbeit,...


...dabei hat sie eine sehr eigenwillige Blattaufsammeltechnik entwickelt.


Nach getaner Gartenarbeit bleibt aber immer noch genügend Zeit zum Spielen,...


...Bäume gießen...


...und herumtoben. Zeit für mich, um meinen kleinen Wirbelwind zu fotografieren.



Viel schwieriger war es, die ganze Kollektion auf einmal abzulichten. Es war gar nicht so einfach, die Kleidungsstücke vernünftig für ein Foto hinzulegen.



Zusammengelegt, wie auf dem letzten Bild, gefällt mir die Kollektion am besten.



Dienstag, 22. April 2014

Made4BOYS AprilChallenge



Auf dem letzten Stoffmarkt habe ich schöne Jungenstoffe gekauft. Wirklich toll fand mein Sohn diese allerdings nicht. Begeisterung sieht jedenfalls anders aus. Momentan müssen die Stoffe entweder orange sein oder ein Piratenmuster enthalten. Da ich persönlich die Farbe Orange nicht so gerne mag, bleiben nur noch Piratenmotive übrig. 
Beim Buntspecht (Dawanda) habe ich einen coolen Piratenjersey entdeckt und sofort bestellt. Entstanden ist daraus ein Pepe-Shirt in der Größe 110/116. Schon bei der Zusammenstellung der Stoffe fand ich das Shirt fade, es fehlte einfach noch irgendetwas. Da bin ich auf diese kostenlose BoySkull - Datei von "bienvenido colorido" gestoßen. Das Problem war nur, dass ich weder Stickmaschine noch Plotter besitze. Also habe ich die pdf-Datei einfach ausgedruckt und das Bild mit der Nähmaschine appliziert. 
Da ich vergessen habe, das Bild seitenverkehrt auszudrucken, ist die Applikation verkehrt herum auf dem T-Shirt (Anfängerfehler;)) gelandet.

Über Ostern hat mir mein Mann ein wenig den Rücken frei gehalten und ich konnte mich beim zweiten Pepe-T-Shirt mal wieder so richtig an der Nähmaschine austoben. Auch dieses Shirt habe ich am Ärmel mit einem Totenkopf aufgepeppt.

Für aufwändige, feine Applikationen verwende ich Applikationsvlies von Freudenberg. Dieses kann man auf den Stoff kleben und auch wieder mit kaltem Wasser auswaschen. So lässt sich das Vlies wieder restlos entfernen (funktioniert auch wunderbar für Zierstiche auf Jersey), was bei ausreißbarem Vlies bei so kleinen Applikationsstücken nicht immer der Fall ist. Leider ist das oben genannte Klebevlies sehr teuer (teurer als der Stoff!).
So sah das Shirt vor dem endgültigen Zusammennähen aus:


Tragebilder gibt es natürlich auch noch:


Da meinem Sohn in der Schule der Turnbeutel abhanden gekommen und in der Fundgrube nur noch der Beutel mit den Schuhen aufgetaucht ist (die selbstgenähte Raketenhose war leider weg), musste noch eine neue Turnhose her. 
             

Diese Hose nach dem Schnitt Moira, ebenfalls mit einem Skull gepimpt, geht ab wie eine Rakete;)



Diese drei Teile wandern jetzt zur Made4Boys AprilChallenge (ich hoffe doch, dass auch applizierte Skulls teilnehmen dürfen):

Anhang: 
Jetzt habe ich beim Surfen im www doch festgestellt, dass wieder Creadienstag ist;)
Da stelle ich doch schnell noch mein neues Lieblings-T-Shirt rein...