Dienstag, 5. Mai 2020

High-Diving-Snackstadion

Vom Besuch eines Schwimmbades kann man momentan nur träumen. Im letzten Jahr sahen die Träume und Wünsche noch ganz anders aus.
Zum Geburtstag wollte meine Tochter unbedingt einen Geburtstagskuchen in Form eines Sprungbeckens. Nein, es sollte ein ganz großes Snack-Stadion sein, in dem ein Wettkampf stattfindet. Auf dem 5m-Turm sollte Mama in ihrem blauen Badeanzug im Handstand stehen.



Neben dem Beckenrand eines mit Wasser gefüllten Zitronenkuchens musste ein Kampfgericht sitzen, bestehend aus 5 Kampfrichtern.



Unser Trainer als Stadionsprecher durfte auch nicht fehlen.


Das Wichtigste war jedoch eine voll besetzte Tribüne.


Um das Ganze noch zu perfektionieren, habe ich das Sprungbecken noch um ein Schwimmbecken ergänzt.


Auf die fleißigen Bahnenschwimmer und die Wasserspringer musste natürlich noch ein Bademeister aufpassen.


Schön war es da oben auf dem Fünfer.



 Ein fast perfekter Handstand vor einer Traumkulisse.




Die Geburtstagsfeier meiner Tochter als auch unsere realen Wettkämpfe im letzten Jahr waren sehr schöne Erlebnisse. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass wir in diesem Sommer überhaupt mal wieder ein Schwimmbad mit Sprungturm betreten dürfen. Das Training vermissen wir jedenfalls beide sehr.


verlinkt mit: Creadienstag, Kiddikram

Dienstag, 28. April 2020

Behelfsmasken

Ende März bekam ich aus der Verwandtschaft eine Anfrage, ob ich nicht ein paar Masken nähen könnte, damit die Mutter oben im Haus versorgt werden kann. Daraufhin habe ich gleich abends mit ein paar Probemasken losgelegt. Dummerweise ist mir ziemlich schnell das Gummiband ausgegangen. In den noch geöffneten Läden gab es auch keinen Nachschub mehr zu kaufen.


In die Masken kann man in den oberen Schrägbandstreifen einen Draht (z.B. Blumendraht) hineinstecken. Das Stoffmuster fand ich irgendwie klasse, erinnerte mich stark an das Aussehen von Viren.


Auf dem nächsten Bild kann man die Einstecköffnung für den Draht besser erkennen.


Damit man Vorder- und Rückseite der Masken nicht verwechselt, habe ich den oberen Streifen auf der Innenseite mit einer falschen Garnfarbe festgenäht.


Bei Masken, die auf der Vorder- wie auf der Rückseite das gleiche Muster haben, ist das besonders wichtig, damit man sie aus Versehen nicht verkehrt herum aufsetzt.


Bei den oberen drei Masken sieht man an der falschen Garnfarbe sofort, wo oben und hinten ist. Von vorne sehen die Masken so aus:

 
Da es kein Gummiband mehr zu kaufen gab, habe ich 3mm breites bei eBay bestellt. Die Wartezeit habe ich damit überbrückt, Behelfsmasken mit selbst angefertigtem Schrägband anzufertigen. Leider benötigt man dafür sehr viel Durchhaltevermögen beim Zuschneiden und Bügeln und vor allem sehr lange Stoffstücke. 



Das Warten auf das Gummiband ging weiter, bis ich festgestellt habe, dass der eBay-Verkäufer seinen Standort gar nicht in Deutschland und das Gummiband auch gar nicht bei DHL abgegeben hat. Daraufhin habe ich bei einem anderen Anbieter weiches, flauschiges Maskengummi, welches leider nicht ganz so günstig war, bestellt. Innerhalb einer Woche war es da. So konnte ich die bis dahin hergestellten Maskenrohlinge fertig stellen.


Meine gut gehüteten Piratenstoffreste mussten auch dran glauben. Die Masken waren schon vergeben, bevor sie fertig gestellt waren. Dummerweise war das Gummiband schneller aufgebraucht, als gedacht. EBay hat nach über drei Wochen den Kauf abgebrochen, der Verkäufer hat weiter vertröstet und ich habe einfach noch einmal ganz viel Maskengummi bei dem anderen einheimischen Anbieter nachbestellt.


Das Nähen konnte weitergehen. Auch die letzte Piratenmaske konnte fertig gestellt werden. Kleine Maulwürfe gesellten sich dazu und der geliebte Wohnwagenstoff wurde für meinen Bruder zerschnitten.


Immer mehr Masken entstanden, während der Baumwollstapel schrumpfte. Die Gummibandlänge habe ich so gewählt, dass man die Gummis auch hinter dem Kopf von beiden Seiten über einen Zopf ziehen kann, so gibt es keine Druckstellen hinter den Ohren. Ansonsten kann man die Bänder auseinander schneiden und in der optimalen Länge hinter den Ohren verknoten.


Auch das bei eBay bestellte Gummiband ist hier mittlerweile eingetrudelt. Der Verkäufer hat es direkt nach der Stornierung von eBay doch noch bei DHL abgegeben. Was soll ich jetzt mit zusätzlichen 90m Gummiband anfangen? 
 

Alle Behelfsmasken wurden bei 60°C in der Waschmaschine gewaschen, auf der Leine getrocknet und nach dem Bügeln auf höchster Stufe...


...direkt gebrauchsfertig in Tüten verpackt.


Fast 90 Masken sind in den letzten 4 Wochen entstanden, viele davon sind schon bei den neuen Besitzern angekommen,warten darauf vergeben zu werden oder sind noch unterwegs, wie z. B. diese coole Kindermaske:


Diese steckt mit weiteren Masken und kleinen Überraschungen in einem Carepaket nach Paris. Laut Sendungsverfolgung hat dieses Päckchen es doch tatsächlich schon in die Zielregion geschafft. Ich bin gespannt, ob es auch das Ziel erreicht.




verlinkt mit: Creadienstag, HandmadeOnTuesday, Behelfsmasken selber nähen

Dienstag, 7. April 2020

Schlagzeug - bloß kein anderes Instrument

Die Schule meiner Tochter hat das ganz große Los gezogen. Sie darf für ein Jahr mit den Ganztagskindern beim Projekt "Musik für alle" der Stuttgarter Musikschulen teilnehmen. Die Unterrichtsgebühren der Musikschule werden vollständig von der Stadt Stuttgart übernommen, so dass Kinder unabhängig vom sozialen, finanziellen oder familiären Umfeld, unabhängig von der ethnischen Herkunft, vom Geschlecht oder von der Religionszugehörigkeit, am Unterricht „Musik für alle“ teilnehmen können. Das passende Instrument wird ebenfalls gestellt.Im Februar wurden den Kindern mehrere Instrumente vorgestellt, aus denen sie sich drei Instrumente auswählen konnten. Es durfte jedoch kein Instrument gewählt werden, das die Kinder schon spielen. Die Gitarre war für meine Tochter also tabu. Oboe, Klavier, Gesang und Geige kamen für sie aber partout nicht in Frage, das Schlagzeug musste es sein, nichts anderes. 


Wie eine Wahnsinnige hat sich meine Tochter auf die ersten Unterrichtsstunden gefreut, dummerweise hat ihr dieses blöde Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Also habe ich ihr einen Geheimling mit Schlagzeugapplikation genäht.




Das Kind ist glücklich und tauscht freiwillig die Nachtkleidung gegen Hose (Bikerleggins Biggi) und Pulli, was man von meinem Sohn nicht behaupten kann. Da er ja seit Wochen das Haus eh nicht verlässt, bleibt er gerne in Jogginghosen (Schnitt: Moira).




Auf der Terrasse rollt es sich zwar leichter, aber unsere Auffahrt ist viel länger und es geht leicht bergab.


Wie man sieht, geht es uns momentan sehr gut und große Langeweile ist auch noch nicht aufgekommen.



verlinkt mit: Creadienstag, HandmadeOnTuesday

Dienstag, 31. März 2020

himmlische Vani und Bikerleggings

Trotz mittlerweile zweiwöchiger häuslicher Isolation ist uns momentan nicht langweilig. Meine Tochter vermisst zwar die Schule, alle ihre sportlichen Aktivitäten und das Spielen mit Freunden und Freundinnen, in der Not sucht sie sich aber neue Beschäftigungen. Am Wochenende hat sie die Skateboards ihres Vaters und Bruders getestet. Zu meiner Freude hatte sie morgens doch tatsächlich ihren Schlafanzug gegen ein schickes Outfit getauscht. So konnte ich sie ganz in Ruhe mit den noch nicht fotografierten Klamotten beim Spielen im Garten ablichten. 



Die himmlische Vani mit winterlichem Motiv habe ich ihr zu Weihnachten genäht. Schnee gab es da nicht, dafür kam gestern den ganzen Tag immer wieder Schneematsch vom Himmel und das, obwohl wir schon Ende März haben.


Passend zur Tunika habe ich noch eine "Bikerleggings Biggi" genäht. Ich liebe diesen Schnitt.


Genauso liebe ich unsere große Terrasse. Keine Ahnung, wie viele Ladungen Steine und Schotter wir für den Unterbau dafür mit bloßen Händen geschleppt haben. Der Eigenbau hat sich definitiv gelohnt. Sogar zum Skateboard fahren ist genug Platz.


Besonders glücklich können wir uns schätzen, dass wir trotz häußlicher Isolation in unseren Garten gehen und uns austoben können. 





Jetzt, da alles Unkraut gezupft, unser Training im Schwimmbad gestrichen ist und sehr viele neue Kleidungsstücke entstanden sind, habe ich mir vorgenommen, wieder mehr zu fotografieren und zu bloggen. Mal sehen, ob ich mich dazu wirklich durchringen kann. Es wird ja auch immer schwieriger, die Kinder ohne "Bedingungen" vor die Linse zu bekommen.


Mittwoch, 3. Juli 2019

T-Shirts

Beim heutigen MeMadeMittwoch-Sommerspezial dreht sich heute alles um selbst genähte Sommermode. Da habe ich doch mal ganz spontan meine letzten Sommerurlaubsfotos nach T-Shirts durchforstet. Und ich bin doch tatsächlich fündig geworden. 
Shirt Nummer 1 habe ich aus einem ganz dünnen Viscosejersey mit Kranichen genäht, den ich auf dem Holländischen Stoffmarkt entdeckt habe.


Der Schnitt ist ein stark abgewandelter "Raglanpulli Bethioua", wie man schön an der Rückenpartie erkennen kann.


Shirt Nummer 2 ist ebenfalls aus Viscosejersey. Erstanden habe ich ihn bei Ebay. Sollten laut Beschreibung auch Kraniche darauf sein, obwohl ich doch eher glaube, dass es sich hier um Reiher handelt. 


Der Schnitt ist von einem Kaufshirt abgenommen.


Weil mir der Stoff so gut gefallen hat, habe ich, weil ich ihn sogar noch in altrosa ergattern konnte, gleich noch ein Shirt gefertigt. Leider herrschte beim Fotografieren ein etwas zu starker Seitenwind.


Shirt Nummer 4, ebenfalls aus sehr dünnem Viscosejersey, lag etwas zu lange im Rucksack. Ich zeige es trotzdem, auch wenn es total zerknittert aussieht. 


Der Stern ist aus durchsichtigen Pailletten auf Tüll. Dieser "Paillettentüll" ließ sich erstaunlich einfach auf dem Stoff applizieren. Die Nadel hat einfach durch die Plastikteilchen durchgenäht. Mühsamer war eher das Festbügeln der vielen Strasssteinchen.